Charlott am Felsen - generative AI

Charlott — Montag, 15. Oktober

Die Sonne jagte ihre Hitze gegen das Fen­ster. Ich stre­iche den Staub vom Glas. Es ist warm. Bilder von let­zter Woche jagen mir in den Schädel. Bilder, ein Bild: Mat­te. Ich war in der Klinik, im Café, und plöt­zlich saß er neben mir. Shit, hat es mich gekickt. Mat­te.

Dann rief Hilde an, total ver­wasch­enes Gesäusel, als käme sie von ein­er Par­ty und hätte alles mal quer kon­sum­iert, was im Ange­bot war. Macht sie nicht, beteuerte sie mir mal. Kann sein, vielle­icht ist es auch meine Müdigkeit.

In der Nacht war die Pflege wieder aus­ge­fall­en und ich wachte neben Fritz. Ein Schlaflager hat­te ich dieses Mal nicht aufge­baut. Let­zte Woche riss mich ein Alarm bei Fritz aus dem Schlaf. Ich kon­nte nicht zuord­nen, ob es der Mon­i­tor war oder das Beat­mungs­gerät. Der Bub schaute mich mit wachen Augen an. Alles noch ein­mal gut gegan­gen, der Sauer­stoff­sen­sor lag irgend­wo im Bett und nicht an der Hand von Fritz.

Hilde meinte, ich muss doch schlafen. Ich würde son­st draufge­hen. Ja, und, was soll’s? Habe ich andere Optio­nen? Sein Leben, mein Leben?

Klar, es zer­rt, wenn dann die näch­ste Nacht noch offen bleibt und ich wieder die Wache spiele, Dienst schiebe. Nee, zum Glück, heute springt eine Neue ein. Ich weiß nicht, ob sie schon mal bei Fritz war. Die PDL sagte nur, son­st bliebe die Nacht offen, keine Pflege. Okay, die Mün­dung der Pis­tole ist auf meine Schläfe geset­zt. Entwed­er ich lasse die Neue samt aller Pflege­fehler zu, da fehlt die Einar­beitung. Oder ich wache bei Fritz, bis es mich in den Schlaf kickt. Dann hat Fritz keine Chance mehr. What the Fuck.

Mat­te, er lächelte immer so nett. Was soll ich da Hilde erzählen? Vorgestern hat­ten wir nur kurz tele­foniert und plöt­zlich fiel das Wort Mat­te. Hilde stock­te: Wer ist Mat­te? Ich stock­te, blieb aber still. Damit war ihr klar, es war ernst. Denn wenn ich früher über Jungs gere­det habe, dann war der Charme, das Inter­esse an sie, durch. Wenn ich diese Gefühlslast von Sehn­sucht und Ver­liebt­sein in mir trug, dann schwieg ich. Gefüh­le, und reden über Gefüh­le, das läuft nicht. Es war mir mit den Jun­gen ernst.

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