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Charlott – Dienstag, der 18. März

Char­lott – Dien­stag, der 18. März

Die Erschöp­fung liegt wie Blei in meinen Knochen. Ich wache auf und denke zuerst an die Maschi­nen, an das Pfeifen, das Absaugen in der Nacht – oder an das, was ich mir ein­bilde, wenn ich hier im weißen Zim­mer liege. In der Reha nen­nen sie es Sta­bil­isierung, Abstand gewin­nen und wieder Sta­bil­isierung. Für mich ist es nur Leere. Leere. Ein Vaku­um, das mich erstick­en will.

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Mann arbeitet am Laptop, Schatteneffekt.

Depression – den fehlenden Antrieb nutzen

Wenn ich nicht mehr schreibe, nicht mehr schreiben kann, dann siegt die Depres­sion über mich. What the fuck, ich rede über die Depres­sion, als sei sie ein Fremd­kör­p­er.

Ich dachte, so hörte ich einen Coach-Guru, die Depres­sion sei mit mir und man kön­nte den fehlen­den Antrieb nutzen. Den fehlen­den Antrieb nutzen, so war let­ztens ein Titel auf Youtube, doch ich ließ das Video unge­spielt. So kann nur ein­er reden, der noch nie in dieser Gren­z­er­fahrung war, der noch nie gefan­gen war in einem Absturz, ein­er Trauer ohne Trau­rigkeit, in ein­er Tiefe, die einen zer­drückt.

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Frau sitzt nachdenklich am Fenster.

Charlott — Freitag, der 14. März

Der Psy­chodoc hat heute wieder das ver­traute Muster durchge­zo­gen: Er hat mir das Wort „Gefühl“ in die Hände gedrückt, als würde er damit einen Schlüs­sel zu ein­er Tür anbi­eten, die ich seit Monat­en ver­schlossen halte. Er kreiste um das The­ma Fritz – den kleinen, tra­cheotomierten Geist, der still in der Klinik liegt, dessen Atemzüge wie das Tick­en ein­er Uhr sind, die nie aufhört zu mah­nen.

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Date Person lying in red light

Wenn die Depression die Leidenschaft verstummt

Wenn es still wird um die Lei­den­schaft, dann gewin­nt die Depres­sion. Hast du Lei­den­schaft? Dies brauchst du, um zu wis­sen, wann der dun­kle Drache Depri dich in seine Erschöp­fung ein­lullt und dir jeden Antrieb raubt.

Mir selb­st wurde gesagt, ich bräuchte mehr Lei­den­schaft. Sei es in der Liebe, sei es im Leben. Es sei ein „Ele­ment“, das in meinem Leben fehle. Ich bräuchte mehr Lei­den­schaft, hieß es: Sie lebt trotz­dem in mir, dieses Ding, das Lei­den schafft. Sie ist nicht tot.

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