Mann wandert durch Walt

Depression – ein Konflikt mit Hochfunktional, lebensbedrohlich

Jet­zt wird wieder die näch­ste Kuh durch das Dorf Social Media getrieben. Hochfunk­tionale Depres­sion.

Deine Tage sind durch den Job, die Uni, die Last durch die Fam­i­lie, und die Sorgear­beit voll. Du stehst durchge­hend unter Strom, es bringt dich an die Gren­zen deines Sys­tems. Um zu funk­tion­ieren, ent­fremdest du dich von dir, um den All­t­ag weit­er zu bewälti­gen. Dein Kör­p­er reagiert mit Bluthochdruck und unspez­i­fis­chen Schmerzen und deine Atmung ist nur noch flach.

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Mann geht durch neblige Landschaft.

Depression – Erwartungen brechen im dunklen Wald

Ich bin der Depres­sion ver­haftet, an manchen Tagen umhüllt sie mich und an anderen ist sie ein fliegen­der Drache, fernab, der an mir, an einem Brust­geschirr, Brust­gurt hängt. Unlös­bar.

Was war deine Frage heute? Du hat­test gek­lin­gelt. Ich öffne die Tür zwis­chen uns.

Die Depres­sion, ja, diese erlebe ich als eine Geschichte der Erwartun­gen, zumin­d­est meine.

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Mann steht am Fenster bei Sonnenuntergang.

Depression zerstört deine Erschöpfung

Wir müssen wegkom­men von dieser Idee, die Depres­sion sei eine Geschichte der Erschöp­fung, das Ner­ven­sys­tem liege brach nach ein­er Über­las­tung, du hättest dir zu viel zuge­mutet. 

Ver­giss dies schnell, ins­beson­dere wenn deine Depres­sion mit­tel­gr­a­dig oder schw­er ist. Denke daran: Depres­sion ist eine Diag­nose, häu­fig auch eine Zweit­di­ag­nose als „Zusatz“ ein­er Haupt­di­ag­nose, denn sie ist ein Sam­mel­beck­en von mehreren Symp­tomen. Mehr nicht. Zählt ein Doc diese zusam­men, dann fol­gt als Summe: Depres­sion, leicht, mit­tel­gr­a­dig oder schw­er. Oder eben nichts.

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Mann liest Buch bei Sonnenuntergang.

Depression – Eine Achtsamkeit ertrinkt im Morast

Ich kenne die Sto­rys, die Geschicht­en. Ich las sie, schaute sie im TV, auf YouTube, auf Insta­gram. Mit Acht­samkeit käme ich aus der Depres­sion. 

Acht­samkeit sei der, ein Weg gegen die Depres­sion, der Weg der Heilung von der Depres­sion. 

Ver­giss es, ganz klar, ver­giss es, es sei denn, du bist mit deiner:m Therapeut:in dran, dich dem The­ma zu näh­ern. 

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Nachdenklicher Mann in warmem Licht.

Die Depression und wie ich falle in die Tiefe?

Die Depres­sion ist eine eigene Sto­ry, die nur mir gehört. Klar, du kannst dir gerne „was abschauen“, vielle­icht um dieses Phänomen bess­er zu ver­ste­hen, zu umreißen, sie auf eine Land­karte zu zeich­nen.

Sie, die Depres­sion, ist kein star­res Kon­strukt, dies musst du wis­sen. Sie ist lebendig auf ihre Art, ihrer Dunkel­heit. Sie beschw­ert die Erschöp­fung mit Blei, dass du nicht mehr hochkommst. Sie lebt, wenn du nicht wagst, es nicht schaffst, aufzuste­hen. Du kannst nicht auf­ste­hen, denn das Blei drückt sich auf dir, vielle­icht mit Trä­nen, vielle­icht mit Gereiztheit.

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MasSophie geht am Wasser entlang. @KI

Depression, nicht lösbar allein mit umgestellter Denkweise

Bist du ver­schreckt, weil ich hier über Depres­sion schreibe, nicht klas­sisch, ohne Lösungsweg? Vielle­icht nähere ich mich dabei der Ursache, mein­er. Der Text kommt ein­fach aus dem Nichts und ich möchte dir nichts erzählen, was wie ein Ratschlag oder wie Tipps wirkt. 

Ratschläge erschla­gen einen ras­ant, wirken frei von Empathie, sind häu­fig ein Stilmit­tel, dein Erleben auf eine nachvol­lziehbare Logik zu verkürzen, und geben dir die Schuld, wenn es nicht klappt und du weit­er­hin scheit­erst. 

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Traurige, erschöpfte Person in einem Raum.

Charlott — Sonntag, der 7. Juni

Der Mor­gen bricht durch die ble­ichen Vorhänge, ohne dass die Sonne ihr Licht wirk­lich durch­drin­gen lässt. Ich liege noch einen Moment still im Bett, lausche dem dumpfen Rauschen der Lüf­tungsan­lage im Bad und spüre, wie die Müdigkeit meine Glieder fest umk­lam­mert. Der Kör­p­er weigert sich, aufzuste­hen; jede Bewe­gung kostet ein kleines Stück Kraft, das ich kaum noch habe.

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Verlassener Raum mit melancholischer Stimmung.

Die Depression, die Wand und Antrieb

Der Antrieb, seine Abwe­sen­heit, ist der Tage der Stören­fried, der meinen Tages­mut frisst, meine Angst auflack­ern lässt. Ärg­er und Wut ver­puffen gegen ihn, als würde ich, mein Zauber­er, eine Druck­welle gegen eine Wand jagen. Die Wand ste­ht. Die Tür, die der Zauber­er in der Wand gesucht hat. Sie gibt es nicht.

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