Charlott – Montag, der 17. März
Die Müdigkeit hängt an mir wie nasses Leinenzeug. Die Knochen sind schwer, das Hirn ein Watteklumpen, und trotzdem dreht mein Kopf, als wär er ein kleiner Radiomotor, der immer nur dasselbe Lied spielt. Ich liege im Bett dieser Klinik, dem Eiland, und höre den Flur atmen; jede Tür, die aufgeht, ist eine Erinnerung daran, dass ich nicht dort bin, wo ich hingehöre. Fritz liegt an einem anderen Ort – in fremden Händen, unter Schläuchen, mit der Kanüle, die seinen Brustkorb zum Atmen zwingt. Dieses Bild lässt mich nicht schlafen.
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